Familienausflug nach Mariazell

Mariazell in der schönen Steiermark präsentiert sich genau genommen nicht nur als populärer und wichtiger Wallfahrtsort, sondern ebenfalls als äußerst beliebtes Domizil für allerlei Familienausflüge, Wanderungen und Spaziergänge. Der kleine, aber liebevoll angelegte Ortskern von Mariazell bietet vielerlei Möglichkeiten in Sachen Essen und Trinken, Souvenirs, Shopping und und und. Sie möchten mehr über Mariazell als Ausflugsziel für die ganze Familie erfahren? Dann kommen Sie doch einfach mit uns mit und schmökern Sie sich durch diesen hier vorliegenden Artikel!

Mariazell erreichen Sie am bequemstem mit dem Auto, welches sie für geringe Gebühren auf einem Parkplatz unterhalb der Wallfahrtsbasilika parken können. Zu Fuß marschieren Sie hinauf zur Basilika, welche bereits vom Parkplatz zu bestaunen ist. Vor der Basilika angekommen bieten zahlreiche Restaurants sowie Geschäfte die Möglichkeit, sich mit einem erfrischenden Getränk oder einem kleinen Snack zu stärken. Den Beginn Ihres Ausfluges bildet am besten die Besichtigung der Wallfahrtsbasilika Mariazell. In der Kirche können Sie zu jeder halben und vollen Stunde Speisen, Souvenirs und persönliche Gegenstände weihen lassen. Andenken, Heiligenbilder und vieles mehr gibt es ebenfalls im Inneren der Basilika zu erwerben. Nach Ihrem Besuch der Basilika können Sie einen Abstecher in die Kerzengrotte machen und ein Licht für Verstorbene anzünden.

Was im Rahmen Ihres Aufenthaltes in Mariazell keinesfalls fehlen sollte, ist der Besuch des Souvenirmarktes, welcher sich links neben der Basilika befindet. Schöne Kerzen, Kreuze, Statuen, Postkarten, Heiligenbilder und vieles mehr werden dort angeboten.

Zur Mittagszeit können Sie direkt in Mariazell in ein Gasthaus einkehren. Lassen Sie es sich und Ihrer Familie so richtig gut gehen. Ganz nach dem Motto „Familie, Schnuller, Baby und Kinder“ kommt hier die ganze Familienbande auf ihren Genuss – vor allem dann, wenn Sie nach Ihrem Mittagsmahl noch beim Mariazeller „Lebkuchenkönig“ Pirker vorbeischauen. Dort gibt es allerlei leckere Spezialitäten zu kaufen: Angefangen von diversen Honiglebkuchen, über originelle Geschenkideen bis hin zu Likören, Edelbränden, Met, Honig, Wachs und Essigen. Hier ist wahrlich für Jedermann etwas dabei!

Ihren Ausflug in Mariazell können Sie mit einem kurzen Abstecher in die steirische Naturvielfalt ausklingen lassen: Wie wäre es beispielsweise mit einem schönen Spaziergang durch Scheibbs? Auch kurze Kletterkurse für Kinder können in Anspruch genommen werden, während Mama und Papa unter anderem die Schönheiten der Natur in vollen Zügen genießen.

Tipp: Wir empfehlen Ihnen auch einen kurzen Aufenthalt in Annaberg. Im Winter ist zudem das Skigebiet Mariazeller Bürgeralpe äußerst sehenswert.

Mariazell im Jahre 2007

Das offizielle Gründungsjahr der österreichischen Stadt Mariazell ist auf das Jahr 1157 datiert, als der Mönch Magnus nach langer anstrengender Reise seine hölzerne Marienstatue auf einen Baumstunk stellte und als Schutz eine kleine Zelle drum herum baute. Diese kleine Zelle wurde mit der Zeit immer weiter erweitert. Heute ist die große Basilika mit den zahlreichen Heiligtümern einer der bedeutendsten Pilgerziele in Europa. Im Jahr 2007 feierte Mariazell das 850. Jubiläum, was natürlich groß gefeiert werden musste. Viele verschiedene Wallfahrten, wichtige Zusammentreffen von Bischöfen und als Highlight der Besuch des Papstes – Mariazell war im Jahr 2007 im Ausnahmezustand – und das im positiven Sinne.

Anlässlich der 850-Jahresfeier sollte in Mariazell das ganze Jahr über gefeiert werden. Endlich waren die Renovierungsarbeiten an der Basilika, die übrigens 15 Jahre gedauert haben, abgeschlossen und man nutzte den prächtigen Vorplatz, der von einer bezaubernden Fassade bestrahlt wurde, für Empfänge und Feste.

Im Mai stand eine riesige Benediktinerwallfahrt an, bei der auch der Gründerweg nach Mariazell feierlich eröffnet wurde. 200 Ordensleute aus verschiedenen Benediktinerklöstern, 30 Nonnen und 170 Mönche machten sich gemeinsam auf den Weg in die Stadt, versammelten sich vorab noch in der Gemeinde Sankt Sebastian, um einheitlich das letzte Wegstück über den Rosenkranzweg nach Mariazell zu Fuß zu gehen. Da der Gründer von Mariazell seine Pilgerreise vor 850 Jahren von Aflenz aus startete, wurde dieser Weg nun feierlich eröffnet.

Im Juni 2007 machten 100 Mitarbeiter des Roten Kreuzes eine Wallfahrt, die unter dem Motto “Wir sind da, um zu helfen” stand. Für sie wurde ein großer Gottesdienst und ehrenvolles Fest veranstaltet.

Im gleichen Monat fand die erste Sitzung der Österreich-Ungarischen Bischofskonferenz nach der EU-Erweiterung im Jahr 2004 statt. Man sprach über die schlimme Lage im Nahen Osten und betete dafür, dass die vom Schicksal betroffenen Menschen nicht den Glauben an Gott verlieren.

Ein bedeutendes Ereignis im August des Jahres war die Jugendwallfahrt, bei der mehr als 3000 Jugendliche nach Mariazell pilgerten. Sie stammten aus allen Ländern Mitteleuropas und hatten ein gemeinsames Ziel: Gegenseitiges Verständnis, Solidarität und Freundschaft. Wichtiges Thema war auch die hohe Arbeitslosigkeit von Jugendlichen in ganz Europa. Die Jugendlichen konnten an Workshops teilnehmen, sich geistliche Hilfe holen und gemeinsam an ihre Ziele arbeiten. Besonderes Highlight war die Live-Übertragung des Papstes, der den jungen Gläubigen Mut machte und sie für seinen kommenden Besuch einlud.

Das Hauptfest zum 850. Bestehen der Stadt Mariazell war der Besuch des Papstes im September. Tausende von Menschen, sowie Vertreter von Pfarren und Bischöfe der Nachbarländer, kamen nach Mariazell, um dem kirchlichen Oberhaupt ganz nah zu sein. Er hielt eine große Rede auf dem Vorplatz der Basilika, bei der ihm die Masse zujubelte.
Zum Gedenken an diesen besonderen Tag wurde sogar eine spezielle österreichisch Münze geprägt.

Ebenfalls im September wurde das Patroziniumsfest zur Ehre der Heiligen Maria ausgerichtet. Es kamen Kirchenchöre aus vielen Ländern, die ihr Können zum Besten geben konnten. Am Abend wurde den Gläubigen mithilfe der Gnadenstatue der Segen gespendet.

Die Wallfahrtsbasilika Mariazell

Die Basilika Mariazell ist das Herzstück der gleichnamigen Stadt in der Steiermark und weist eine über 850 Jahre alte Geschichte auf. Aus einer kleinen Zelle im Jahr 1157 wurde mit der Zeit ein riesiger Prachtbau, der immer wieder erweitert und restauriert wurde. Heute ist die Basilika einer der bedeutendsten und bekanntesten Wallfahrtsorte in Europa.

Es gibt insgesamt drei verschiedene Legenden, die auf die Entstehung der Basilika Mariazell schließen lassen, jedoch hat sich eine dieser Legenden über die Jahrhunderte in den Köpfen der Menschen verankert und wird mit der Gründung der Wallfahrtskirche in Verbindung gebracht. Diese geht eben auf das Jahr 1157 zurück, als Mönch Magnus seine selbst geschnitzte Marienstatue aus Lindenholz auf einen Baumstunk niederließ und drum herum eine Zelle zum Schutz baute. Mit der Zeit wurde diese kleine Zelle immer weiter erweitert, bekam Hochaltar und Kammern, in denen wertvolle Schätze beherbergt werden konnten. Schließlich entstand mit der Zeit eine große Kirche, die zunächst im romanischen und danach gotischen Stil erbaut wurde (aus der gotischen Zeit ist bis heute der 90 Meter hohe Turm vorhanden). Nach zwei verheerenden Bränden im Jahr 1420 und 1472 musste die Kirche erneut aufgebaut werden, doch es dauerte eine Zeit, bis man sie wieder nutzen konnte. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts gelang Mariazell als Wallfahrtsort internationale Bekanntheit und immer mehr Menschen pilgerten zur Kirche, weil sie zur Gnadenmutter beten wollten. Da der Ort nicht genügend Platz für alle Pilger bot,  ließ der Stiftsbauer Domenico Sciassa im Jahre 1640 eine neue größere Basilika bauen und schuf damit den ersten kirchlichen Großbau Österreichs. Diese in Barockem Stil gehaltene Basilika ist seither nicht mehr umgebaut worden. Lediglich Restaurierungsarbeiten fallen hin und wieder an. Erst 1907 wurde dieser Großbau offiziell zur Basilika erhoben.

Heute ist sie geistiges und religiöses Zentrum vieler Katholiken aus ganz Europa. Täglich von 6 bis 20 Uhr kann man die beiden Schatzkammern, die Galerien und Westempore besichtigen. Überall in der Kirche hängen Votivbilder aus vorigen Jahrhunderten, sowie wertvolle Schätze ehemaliger Fürstenhäuser. In der Nordschatzkammer hängt das bekannte Schatzkammerbild von Ungarnkönig Ludwig I., in der Südschatzkammer glänzt fast alles in Gold und Silber, denn dort befinden sich sämtliche Gaben von Königshäusern, die dauerhaft ausgestellt werden.

Die Gnadenkappelle, die 1690 erbaut wurde, steht noch immer da, wo einst die Zelle des Mönchs Magnus errichtet wurde. Hier kann man natürlich das Herzstück, die Mutter Gottes, bestaunen. In den Seitenkapellen befinden sich barocke Altäre, der 1704 geweihte Hochaltar stammt von Johann Bernhard Fischer von Erlach.

Es befinden sich vier Orgeln in der Basilika und die größte Glocke der Steiermark, die im Jahr 1950 neu hinzugefügt wurde. Die Basilika an sich hat eine Länge von 85 Metern und ist 30 Meter breit.

Pilgerwesen

Es führen viele Wege nach Mariazell und die Zahl der Pilger und Wanderer nimmt mit jedem Jahr zu. Seitdem das komplexe Wegesystem zur “heiligen” Stadt im Jahr 1980 eröffnet wurde, strömen sowohl Österreicher, als auch Menschen aus anderen europäischen Ländern täglich hierher, um vor allem die Basilika mit ihrem Herzstück, der Gnadenmutter, zu besuchen.

Das Pilgernetz ist zirka 1100 Kilometer lang und bietet zahlreiche Möglichkeiten, einer faszinierenden, aber oft auch anstrengenden Reise nach Mariazell. Alle Landeshauptstädte (Wien, St. Pölten, Eisenstadt, Salzburg, Linz, Klagenfurt und Graz) sind mit Mariazell verbunden und bieten verschiedene Wegstrecken zum Ziel. Die Länge und Schwierigkeit dieser Strecken variieren stark. Jede Pilgergruppe hat also die Wahl zwischen einer leichten, einer mittleren und einer schweren Tour nach Mariazell. Der bekannteste und mitunter beliebteste Pilgerweg ist der Via Sacra mit Startpunkt in Wien. Er ist 125 Kilometer lang, führt durch den Wienerwald, über Heiligenkreuz, zum Fuße des Peilstein, über zahlreiche Gebirge und durchs Halltal, bis nach Mariazell. Die meisten Touren sind mittelschwer, das heißt, sie führen durch Mittel- und Hochgebirge und haben durchaus größere Höhenunterschiede. Weitere Pilgerwege nach Mariazell sind der Niederösterreichische, der Burgenländische, der Salzburger, der Oberösterreichische, der Kärntner und der Steirische Mariazellerweg. Im Durchschnitt sind alle Weg 200 Kilometer lang. Alle Strecken sind mit Denkmälern und Informationstafeln ausgestattet, die das Pilgern und Wandern gleich doppelt interessant machen.

Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts war das Pilgern aufgrund der zwei Weltkriege eher gering, erst ab den 50er Jahren wurde es neu entdeckt und ist seitdem sehr beliebt. Pilger sind frei unterwegs, allein oder in Gruppen. Nicht immer kommen sie aus religiösen Gründen nach Mariazell, sondern um die schöne Natur zu genießen, vom Alltag abzuschalten, neue Kräfte zu tanken oder ihre Grenzen auszutesten. Anders ist es bei der Wallfahrt, die aus rein religiösen Gründen stattfindet. Eine Gruppe von Gläubigen macht gemeinsam eine von der Kirche organisierte Reise, mit dem Ziel später vor der Gnadenmutter zu beten, Sünden abzulassen oder um Heilung zu bitten. Sie hoffen nach der langen Wanderung auf Erhörung durch die Mutter Gottes.

Die Gnadenstätte ist ein Ort der Begegnung, an dem die Schönheit des Glaubens ganz weit oben steht. Menschen verschiedener Kulturen und Sprachen treffen hier aufeinander, geben sich Halt und haben ähnliche Ansichten.

Alle Pilgerwege nach Mariazell sind sehr angesagt und werden gerne genommen. Eine frühe Reservierung von Unterkünften und Campingplätzen ist daher zu empfehlen.

Tipp der Redaktion: Wenn Sie sich auch für andere Erholungsziele im Sinne von Wandern und Pilgern in Österreich interessieren, so können wir Ihnen Saalbach Hinterglemm und viele mehr ans Herz legen. Informationen finden Sie unter diesem Link.

Geschichte

Die Stadt Mariazell in der Steiermark hat eine über 850 Jahre alte Geschichte aufzuweisen und verdankt ihrem Namen einem Mönch, der in die Stadt wanderte und dort eine Marienstatue aufstellte. In den darauffolgenden Jahrzehnten entstanden rund um diese Marienstatue zahlreiche Bau- und Beiwerke, die heute das Stadtbild prägen und für Tausende von Katholiken aus ganz Europa ein bedeutender Anziehungspunkt sind.

Erstmals erwähnt wurde Mariazell im Jahr 1157. Der Abt Otker aus dem Benediktinerkloster Sankt Lambrecht sandte seinen Mönch Magnus in die Gegend, der als Seelsorger den gläubigen Menschen Hilfe und Stärke mit auf den Weg geben sollte. Dieser machte sich schnell auf den Weg, schnitzte vorab jedoch noch eine Marienstatue aus Lindenholz, die ihn auf seine Reise begleiten sollte. Nach langer Wanderung stieß Magnus eines Abends auf einen Felsbrocken, der ihm den Weg versperrte. Da niemand in der Nähe war, der seine Not erkennen würde, stellte er seine Marienstatue vor sich und begann zur Mutter Gottes zu beten. Plötzlich spaltete sich der Felsbrocken und der Mönch konnte seinen Weg fortsetzen. Als er das Ziel erreicht hat, platzierte er die Marienstatue auf einen kleinen Baumstunk und baute um sie herum eine Zelle, in der er Unterschlupf und Schutz fand. Die Stadt erhielt daher den Namen “Mariazell”.

Einige Zeit später suchten der Markgraf Heinrich von Mähren und seine Frau, die unter einer schlimmen Gicht litt, Heilung in Mariazell und beteten gemeinsam zur Mutter Gottes, die übrigens auch Magna Mater Austrial (= Große Mutter Gottes) genannt wird. Nach der schnellen Genesung der Gattin, stiftete der Markgraf im Jahre 1200 eine Kapelle rund um die kleine Zelle der Statue, über 100 Jahre später – im Jahr 1366 – ließ König Ludwig I. zusätzlich eine Gnadenkappelle errichten und stiftete das Madonnenbild, welches noch heute in der Schatzkammer der Basilika zu finden ist. Zu dieser Zeit waren die Anströme von Pilgern bereits enorm.

In der Reformationszeit sprach sich Martin Luther eindeutig gegen die Pilgerei aus, was eine drastische Reduktion der Wallfahrt zur Folge hatte. Erst mit der Gegenreformation stieg die Zahl der Pilger wieder langsam an.

Im Jahr 1644 wurde das gesamte Bauwerk mit barocken Elementen erweitert und verändert.

Bis heute ist Mariazell einer der wichtigsten Wallfahrtsorte Europas. Vor allem nach der EU-Erweiterung im Jahr 2004 ist die Zahl der Pilger enorm gestiegen und Mittel- und Osteuropäer nutzen immer wieder die vielen Pilgerwege nach Mariazell. In der gesamten Stadt befinden sich kulturelle Denkmäler und Geschichtstafeln, die an die Anfänge und faszinierende Geschichte der Stadt erinnern.

Geographie

Die Stadt Mariazell erstreckt sich über knapp 6,5 Quadratkilometer und befindet sich in der nördlichen Obersteiermark, nahe der österreichischen Grenze. Sie besticht eher durch ihren ländlichen Charakter, bietet zahlreiche Naturgebiete, Gebirge und Grünflächen. Mariazell ist eine Gemeinde des Mariazeller Landes, ebenso wie Sankt Sebastian, Halltal, Gußwerk und Mitterbach. Zählt man die täglich einkehrenden Pilger und Urlauber nicht mit, so leben zirka 1600 Einwohner in Mariazell.

Mariazell befindet sich in einem der größten zusammenlegenden Waldgebiete Europas und ist von Bergketten eingekesselt. Der Ortskern befindet sich in einer Seehöhe von ungefähr 870 Metern. Sowohl in den Sommermonaten als auch zur Winterzeit ist es den Menschen möglich, faszinierende Begegnungen mit der bezaubernden Natur zu machen, denn unberührte Landstriche und gigantische Berge prägen die kleine Gemeinde in der Steiermark. Neben den vielen schönen Flecken in der Natur (über die Hälfte des Ortes sind übrigens Waldland), ist die Stadt natürlich als wichtiger Wallfahrtsort bekannt und begehrt.

Wer in die Stadt kommen möchte, der erreicht sie nur über Bergstraßen und Alpenpässe. Da wären zum Beispiel der Annaberg und Josefsberg zu nennen, die eine wichtige Verbindung nach Mariazell sind.

Einer der schönsten Flüsse des Alpenlandes, die Salza, fließt durch Mariazell und ist ebenfalls ein beliebtes Ausflugsziel von Hobbyfischern und Kajaksportlern.

Wie ein großer Stern streben alle Täler Mariazells auseinander. Aufgrund des hervorragenden Wandernetzes, welches im Jahre 1980 eröffnet wurde, sind sie alle gut zu erreichen, führen durch Wälder, über Gebirge und entlang kleiner Bäche. Jeder Weg nach Mariazell stellt eine Verbindung zu den Landeshauptstädten Wien, Sankt Pölten, Eisenstadt, Salzburg, Linz, Klagenfurt und Graz dar.

Im gesamten Mariazeller Land befinden sich geheimnisvolle Höhlensysteme, Schluchten und dichte Wälder. Aufgrund der beeindruckenden Felsformationen und Steinwogen haben sich überall sehenswerte Gefäßsysteme entwickelt, die oftmals über mehrere Kilometer lang sind. Diese Wasseradern zweigen in alle Richtungen ab und sind ein beeindruckendes Schauspiel. Einer der höchsten Gipfel ist der der Mariazeller Bürgeralpe, der zu jeder Jahreszeit ein beliebtes Ausflugsziel ist. Aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte kann man die Natur in ihrer Weite und Schönheit vollends genießen – sowohl bei Schnell als auch bei strahlendem Sonnenschein.

Vorstellung der Stadt Mariazell

Die an Österreich grenzende Stadt Mariazell liegt in oder nördlichen Obersteiermark und ist seit vielen Jahrhunderten einer der wichtigsten und bekanntesten Wallfahrtsorte Europas. Neben den vielen kulturellen Denkmälern, faszinierenden historischen Bauten und bezaubernden Landstrichen, wird sie vor allem durch ihre Vielfalt an Kulturen, Sprachen und Völkern geprägt, die an diesem Ort zusammentreffen. Gerade für gläubige Katholiken ist Mariazell von großer Bedeutung und ein Anziehungspunkt für viele Menschen aus Österreich und dem mitteleuropäischen Raum. Hier befinden sich sozusagen die “Heiligtümer Europas”, wie die Wallfahrtsbasilika Mariazell mit ihrem kostbaren Herzstück, dem Gnadenbild der Gottesmutter, und der interessanten Schatzkammer, sowie zahlreiche weitere religiöse und historische Bauwerke und Ortschaften.

Den ländlichen Charakter der knapp 6,5 Quadratkilometer großen Stadt kann man bei einer Fahrt mit der 83 Kilometer langen Mariazellerbahn deutlich spüren. Im Sommer lädt der ruhige klare Erlaufsee zum Baden ein, im Winter zieht es vermehrt Skifahrer und Snowboarder zur Bürgeralpe, die mit ihren 11 Pisten und dem natürlichen Pulverschnee optimale Bedingungen für Wintersportler bietet.

Zirka 1600 Einwohner leben in der Stadt Mariazell, zu der viele verschiedene Pilgerwege führen. Ob aus Kärnten, Wien, Oberösterreich, dem Burgenland oder der Steiermark – Tausende von Wanderern kommen stetig in die Stadt, um vor dem berühmtesten Marienheiligtum ihre Bittrede zu halten. Für Familien bieten sich noch viele andere Möglichkeiten der Freizeitgestaltung in Mariazell. Ein Besuch der Erlebniswelt Holzknechtland ist genauso spannend, wie eine Besichtigung des alten Brandhofs am Nordhang des Seeberges. Auch Sportler und Naturfreunde kommen in Mariazell voll auf ihre Kosten. Schöne Wanderpfade und tolle Naturschauspiele, wie das Wasserlochklamm in Palfau, sind sehr beeindruckend und ebenfalls Anziehungspunkt vieler Touristen.

Größere internationale Bekanntheit erreichte die kleine Stadt in der Steiermark im Jahre 2007, als Papst Benedikt XVI. anlässlich des 850-Jahr-Jubiläums Mariazells am Vorplatz der Basilika seine Predigt hält. Über 30.000 Menschen aus In- und Ausland machten sich zu dieser Stunde auf den Weg, um das Kirchenoberhaupt hautnah mitzuerleben. Im selben Jahr fand zudem die berühmte Jugendwallfahrt statt, an der über 3000 junge gläubige Menschen von 14 bis 25 teilnahmen.

Mariazell war und ist bis heute ein beliebter Wallfahrtsort, aber auch für Touristen, die die Natur lieben, ein angesagtes Urlaubsziel. Das Mariazeller Land mit seinen fünf Gemeinden hat eine Menge zu bieten und ist allemal einen Besuch wert.